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einreise nach suriname


überquerung des suriname-rivers

 

dienstag, 22.12.98

die grosse reise beginnt. von kourou durch ganz surinam bis georgetown, guyana. 800 km mit dem minibus.
um 4 abfahrt nach st.laurant du maroni, der letzten französischen bastion in nordwestlicher richtung. dicht gedrängt mit sieben erwachsenen und acht kindern reiten wir mit afkrikanisch klingender souk-musik durch die nacht. vorkontrolle, grenzkontrolle, überquerung des maroni.
7:00 einreise suriname. in einer barracke verteilt ein mp aus dem aktenkoffer heraus einreisestempel. taxifahrer umwerben die ankömmlinge. von albinia vorbei an nackten kindern im nichts. in richtung paramaribo.
von meerzorg mit der fähre über den suriname river. in der mitte liegt seit den 40ern ein riesiges schiffswrack, ein deutschen kampfschiff der letzten kriegstage.
ankunft paramaribo 10:30. die bananen kosten 100 gulden, umgerechnet 20 pfennige. mit unserem gepäck ziehen wir duch die innenstadt auf der suche nach dem bus, der uns an die guyanesische grenze bringt. paramaribo macht einen sympatischen eindruck. micha probt erste kontakte auf holländisch. wir müssen weiter, haben uns vorgenommen am abend in georgetown zu sein. schlaftrunken finden wir unseren weg. der bus, wir steigen ein, abfahrt.
gut 200 km in 5 stunden mit einem lustigen völkchen an bord. bier für jeden, viel lachen in einer unverständlichen sprache, einem kauderwelsch aus holländisch, englisch, indonesisch, französisch o.ä. takitaki eben.
bei bosskamp überquerung des coppename mit der fähre. im führerhäuschen beim kaptain, der mit uns im bus gekommen war. geschützt im rücken des kaptains bekommen wir einen theatralisch inszenierten streit geboten, über wann denn das mass wirklich voll sei. heftige diskussion bis alle finster schauen, laut werden und zur landung dann alle wiederlachen. wie nebenbei steuert der chef den kahn sanft durch die strömung ans andere ufer. noch 150 km bis zur grenze. die zeit wird knapp. um 5 legt die letzte fähre ab.
der busfahrer organisiert uns ein taxi von der hauptstrasse bis zur fähre. im letzten moment versucht micha nochmal den preis zu drücken, womit er den fahrer fast zum weinen bringt, dann fliegen wir im klapprigen polo 20 minuten lang über eine löchrige schlammpiste, es regnet in strömen. der bus mit den zöllnern überholt uns und gießt uns ne ordentliche ladung von der suppe mitten in unsere verdutzten gesichter. durchgerüttelt und schlammverkrustet laufen wir pünktlich ein. "you are a bad man but a good driver" frotzelt micha zusammen mit dem fahrer, den schiebern und den geldwechslern.
grenzkontrolle, dann sitzen wir auf der letzten fähre über den courantayne. auf einem ganz neuen fährschiff aus eg-geldern überqueren wir die mindestens 5 km wasser.
es wird dunkel. 18:30 ankunft in guyana. welcome to guyana. das herz schlägt freudige begrüssungsschläge. 80 km mit dem jetzt bekannten mini bus bis new amsterdam. mit der fähre über den berbice. rosignol. nochmal 110 km an weihnachtlich bunt beleuchteten häusern vorbei. die uhr um 1 weitere stunde zurückgedreht. um 22:30 erreichen wir starbreok market.
justus und neil kommen uns abholen. home. eine kokosnuss für die reisenden. das gepäck abgegeben und auf ein paar rum-ginger ins sheriffs. weihnachtsshow mit bikini defilé und alten bekannten.


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