 |
|
freitag, 22.01.99
micha steht um 7 auf und liest "rave" zu ende. margot, die putze
kommt und kocht für uns metham: kassava, süßkartoffeln, edo,
yamm und kochbananen in cocosmilch gegart, dazu fritierter fisch.
caro und micha streiten sich wegen nichts, justus will
vermitteln, dicke sprüche und starke posen. um 12 muß justus
fliegen und caro und micha versöhnen sich wieder.
wir gehen zur ggmc (guyana geologie and mines commission) um uns das claiming
erklären zu lassen : ein kleines claim ist 150 x 800 feet
gross und kostet im jahr 1500 g$ (ca. 15 dm) oder ist 1 meile
fluß für 2000 g$/jahr. bevor eine land geclaimed werden kann,
muß eine prospecting licens beantragt werden für 1000 g$. die
ergibigsten gebiete für steine sind mazaruni und potaro, dann
cuyuni und northwest-distrikt und die schlußlichter rupununi und
berbice. diamanten werden mit 150 g$ (1,5 dm) pro karat
versteuert, gold mit 5%. ein claim wird bei der ggmc beantragt
und durch lagebeschreibung eingetragen. der besitzer des claims
muß dann am ort ein schild aufhängen, das die grenzen des claims
markiert. hat er die claimgebühren bezahlt, hat er die alleinigen
schürfrechte für das gebiet, alles was er findet gehört ihm. diese
art des claimens ist nur für guyanesen möglich. ausländer können
gebiete erst ab einer größe von 1qkm zu 10.000 u$/jahr claimen.
in der bibliothek holen wir uns eine rohstoff-karte und
statistische daten zu guyanas wirtschaftproduktion:
ca 200.000 t zucker, 300.000 t reis, 10.000 t gefügel, 30.0000 t
eier, 500.000 m3 holz, 30.000 t fisch, 2.000.000 t bauxit,
400.000 unzen gold, 30.000 karat diamanten pro jahr. 3/4 der
goldmenge wird in omai, einer einzigen mine, gefördert. eine
große diamantenmine gibt es nicht. die produktion aller
genannten güter ist im vergleich zum vorjahr zurückgegangen, mit
ausnahme der diamanten. das von den kleinen minen und pork
knockern geförderte gold wird vom staatlichen gold board
aufgekauft. mit einem reinheitsgrad von 95% verkauft das gold
board zum weltmarktpreis (entsprechend dem preisfixing in london)
vorwiegend an die locale verarbeitung.
wir ziehen nochmal zum
starbroek market , dann heim, mittagschlaf. zum abendessen
kommen neil, tony, der australier, justus natürlich, emily und
ihre kollegin dawn mit freundin. es gibt kuskus, metham, salat,
selbstgebackene fladenbrote, fisch. die guyanesischen damen sind
gelangweilt, finden alles außer dem metham komisch und wollen
nicht mal probieren. neil verabschiedet sich, startet morgen nach
london, um caren bei der geburt zu helfen. caro hat keine lust
mit den langweilerinnen auszugehen und bleibt zu hause, justus,
emily und micha führen die beiden in die bar aus und gehen später
bei sijai vorbei, der für jerry die snackett schmeisst. sein bein
ist dick und schmerzt. viele biere, dann ins bett.
|
 |