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samstag, 16.01.99

der rum weckt micha gegen 10, schläft dann aber noch mal ein bis 12. emily fährt zu einer hochzeit, riesenfrühstück also nur zu dritt: avokadocreme, ananas, passionsfrüchte, rührei mit farin, tee, kaffee, o-saft, marmelade, philadelphia und selbstgebackenes brot. langes gespräch über den walser-streit, nation und rasse, das goethe jahr kommt. der mechaniker kommt mit der hiobsbotschaft: das getriebe muß raus. justus ist deprimiert. zum abendessen holen wir emily ab und fahren zu ronand, einem großen, hageren iren. ein kleiner club von europäern, einer inderin und einer canada-inderin hat sich zusammengefunden. die europäer sind wir beiden, die reisenden und freunde von justus, justus selbst, der buschpilot aus deutschland, neil, der halb englische, halb guyanesische crop duster pilot, emily, die junge ehrgeizige irische wirtschaftswissenschaftlerin vom finanzministerium und ronand, der für ein ingeneurbüro arbeitet und mit einer guyanesin verheiratete ist. die inderin ist eine sehr stille, zarte junge frau, ebenfalls pilotin ist bei einer charter fluggesellschaft. die canada-inderin hat ähnlich wie emily für eine befristete zeit einen beraterjob, für eine canadische firma. das essen ist lecker, italienische küche von der canada-inderin. ronand, der schnelle texter, gibt die parole aus: "okay okay okay" und "bitte keine politik". wir reden bis 1 über brasilianischen forro und die strassen von london. neil fährt uns heim.


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