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montag, 15.02.99

rosenmontag, jouvert morning. aufstehen um 4, kleines yoga- programm, raus. micha hat immer noch durchfall und grippe. die strassen sind voll mit jungen leuten, überwiegend schwarze, einheimische. mud up ist angesagt: mit eingefärbtem schlamm bewaffnete gruppen sind unterwegs und liefern sich wilde matsch-orgien. von den mas camps ziehen die bands los: mit lautsprechern vollgepackte lkws, gefolgt von ihren groupies, höllenlärm. ausserdem sind die steel-bands unterwegs. park ecke french street treffen wir santiago von den invaders und den euro-rasta von starlift.
das erste bier schaffft es bis zum magen. am indipendance square ist die party voll in gang, lehm- und farbverschmierten menschen tanzen, trinken viel bier und rum und rauchen gras. die kokosnüsse kosten an carneval 3 tt, 7 wagen mit je ca. 1000 stück stehen am strassenrand, 2 x cornsoup, sonnenaufgang, schlammbad.
um 10 legen wir uns nochmal hin. justus ruft an und kündigt sich und emily für mittwoch abend an. die bands ziehen genau vor unserem fenster vorbei, der schall fängt sich in den vier wänden unseres zimmers, wir dämpfen den krach mit ohrstöpseln aus zigarettenfiltern. um 4 gehen wir wieder auf die strasse, überall ist carneval angesagt, die stadt für verkehr weitgehend gesperrt. wir kriegen ein taxi nach chagaramas, wollen ben treffen, haben ihn gerade verpasst. zurück nach st. james, liming bis 9, zum indipendance square, damespiel mit carib- und stag-bierdeckeln. wir haben sofort zuschauer. mathew macht auf taubstumm, hat taubstumme freunde, sein 21 geburtstag. bis um 12 spielen wir zu dritt bei ein paar bier weiter und fahren dann mit mathew nach st. james. die western mainroad ist propenvolle, für verkehr gesperrt, riesen liming. um 3 sind wir im bett.


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