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treffen mit justus in keieteur
zum letzten mal am wasserfall
unsere richtung nach gt
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donnertstag, 14.1.99
niel hat ein boot für uns besorgt. schnelles packen, aufbruch um
8. ramshid, der arier, nimmt uns mit zur landing. neil schenkt
micha zum abschied einen kleinen stein. hakenkreuz vorne,
leichter nieselregen, ramshid leiht sich bei einem der camps für uns eine regenjacke,
wir kauern uns hinter den friesennerz, im
fahrtwind wird es frisch in den feuchten klamotten. um 10 an der
landing.
desiree begrüßt uns mit breitem, freundlichen grinsen,
andrew etwas genervt, weil er immer noch in kaieteur rumsitzt. justus
dreht ne runde über uns, nickt mit dem flügel. wir fahren mit dem
4 x 4 zum airstrip. justus, pangi und ein paar touris. smokey,
der dicke mörder von ayanguanna gibt sich weltmännisch. seine 2
frauen sprechen spanisch und portugisisch. wir haben bis
nachmittag zeit.
ab an den fall, yoga auf dem felsvorsprung. der
von uns gewählte platz für die übungen zwingt das denken, sich zu
organisieren, er erfordert klarheit und genauigkeit, bewusstsein
und körpergefühl. kaieteur ist "massive", regenbogen, rausch,
sauberkeit, weitläufigkeit.
in der rotary-clubhütte warten wir am
airstrip auf justus. wir schauen den wolken zu. ein indischer
diamantenhändler, der nach georgetown will, setzt sich zu uns und
ein indianer-pork-knocker mit kind. um 4 holt uns justus ab. mit
einer maschine an bord, dem inder, dem indianer mit kind und uns
beiden landen wir kurz vor sonnenuntergang in ogle, georgetows
inlandsflughafen. pass-kontrolle, zoll und blutabnahme
wegen malaria.
wir holen den land rover vom mechaniker, laden
das gepäck ab. abends treffen wir uns mit emily. sie kommt aus
irland, hat an einer englischen elite-uni wirtschaft studiert
und arbeitet im finanzministerium, ein zweijahresvertrag, aus
weltbankgeldern finanziert, der berufseinstieg für junge
ehrgeizige wirtschaftsleute. emily ist 22, intelligent, lockig,
groß, zielstrebig, ambitioniert, furchtlos und weiblich. micha
meint, sie würde seiner tschechischen ex jana hybaskova ähneln.
netter abend zu viert beim chinesen neben dem palmcourt. unser
erstes kühles bier nach 10 tagen busch: luxus und kultur
zugleich. die weihnachtsbeleuchtung ist von den häusern
verschwunden.
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